Görlitz
935 JAHRE GÖRLITZ
– das ist beinahe ein Jahrtausend Stadtgeschichte, wie sie
facettenreicher und spannender kaum sein könnte. Am Schnittpunkt
zweier bedeutender Handelsstraßen gelegen, entwickelte sich Görlitz
zu einer der wohlhabendsten Städte des Landes: nicht nur kostbare
Waren gelangten über die „Salzstraße“ und die „Via Regia“ in die
Stadt an der Neiße, sondern auch das Wissen, die Handwerkskunst und
kulturelle Einflüsse zahlreicher Länder und Regionen. Zeugen dieses
Reichtums, dieser längst nicht vergangenen Pracht sind über 3500 in
einzigartiger Weise erhalten gebliebene Gebäude, die heute unter
Denkmalschutz stehen und Görlitz zu einer steinernen Chronik
europäischer Baugeschichte machen. Dass dieses
Bilderbuch vergangener Epochen nicht nur Städteplaner und
Architekten fasziniert, ist eigentlich kein Wunder – längst gilt das
„Paris an der Neiße“ auch als besonders attraktiver
Hochschulstandort. Zumal es in der deutsch-polnischen Europastadt
Görlitz/Zgorzelec keinesfalls an kulturellen Ereignissen der
Extraklasse mangelt – eindrucksvoll, abwechslungsreich, und
natürlich nicht nur für Studenten.
Wie zum Beispiel das internationale Straßentheater „Via Thea“, das
im August Straßen und Plätze zu beiden Seiten der Neiße in eine
riesige Bühne verwandelt: Künstler aus aller Welt finden sich
alljährlich zu beiden Seiten der Neiße ein, verzaubern mit
phantasievollen Kostümen und herzergreifenden Szenen...
Oder das Görlitzer „Altstadtfest“ am letzten Augustwochende, das
parallel zum „Jacuby-Fest“ in Zgorzelec gefeiert wird – Tausende
lassen sich dabei von allerlei fahrendem Volk unterhalten, genießen
die letzten Sommertage und die schönsten Seiten des Mittelalters bei
erfrischendem Gerstensaft und heimischen Leckereien...
Liebhaber guter Musik kommen bei den „Görlitzer Jazztagen“, dem
„Schlesischen Musikfest“ oder den „Tagen der griechischen Musik“ in
Zgorzelec voll auf ihre Kosten, Sportsfreunde können beim
grenzüberschreitenden „Europa-Marathon“ zur Hochform auflaufen. Und
wer in die Görlitzer Stadtgeschichte eintauchen möchte, der sollte
sich auf keinen Fall das mittlerweile traditionelle Historienspiel
in der beeindruckenden Kulisse des Görlitzer Untermarktes entgehen
lassen.
Vielfältig und umfassend gestaltet sich das Kulturprogramm der
Europastadt, geboten wird grenzenlos gute Unterhaltung für Besucher
jeder Altersgruppe.
Und zahlreich sind die Möglichkeiten, sich von einem besonders
rauschenden Fest zu erholen: Wie wäre es mit einer romantischen
Bootsfahrt auf der Neiße? Mit einem Ausflug in den berühmten
Muskauer Park? Oder einem Picknick in den Königshainer Bergen?
Wer gerne mit dem Rad unterwegs ist, wird auf den traumhaft schönen
Wegen durch das Dreiländereck sein Eldorado finden, passionierte
Wanderer zieht es ins nahe Riesengebirge. Die Landeskrone lockt mit
wahrhaft guten Aussichten, die Wege um den Berzdorfer See, der sich
derzeit mit Hilfe abertausender Liter Neißewasser in das schimmernde
Hausmeer der Region verwandelt, laden zu einem langen Spaziergang
ein...
Spätestens zu beginnender Dämmerung sollte man allerdings unbedingt
wieder in Görlitz sein – um sich einen Platz in einem der vielen
behaglichen Restaurants zu sichern. Bei einem gut gefüllten Teller
„schlesisches Himmelreich“ und einem kühlen „Landskron“ lassen sich
frisch gewonnene Eindrücke besonders gut verarbeiten, ganz nebenbei
können neue Abenteuer und Exkursionen geplant werden. Denn noch so
vieles gibt es zu entdecken. Und noch einiges könnten wir Ihnen
erzählen über die Stadt, mit der es ist „wie mit einer feurigen
Geliebten – einmal im Bann und man kommt nicht mehr los“ (Bill
Ramsey).
Aber sehen und erleben Sie doch selbst: einen Ort, dessen Geschichte
über Jahrhunderte spürbar und lebendig geblieben ist. Dessen
besonderes Flair immer mehr Besucher begeistert – und wiederkehren
lässt. Und in dem man das modellhafte Zusammenwachsen des neuen,
größeren Europas hautnah miterleben kann.
Herzlich willkommen in der „schönsten Stadt Deutschlands“(Prof.
Dr.Gottfried Kiesow, Deutsche Stiftung Denkmalschutz)!
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